Softeismaschinen und Eismaschinen

Softeismaschinen und Eismaschinen

Softeis (engl. soft „weich“) ist eine besonders weiche Variante des Speiseeises. Es handelt sich nicht um eine Eissorte, sondern um eine besondere Form der Zubereitung.

Die ersten großen Abnehmer der soften Eiscreme waren die Amerikaner, und so breitete sich dieses in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schnell in den ganzen USA aus. 1958 wurden die ersten Softeismaschinen aus den USA nach Deutschland importiert. Sie wurden umgebaut, um sie an den deutschen Markt anzupassen. Unter anderem wurden selbstpasteurisierende Softeismaschinen entwickelt. Indem der flüssige Eis-Mix per Knopfdruck in der Softeismaschine pasteurisiert wurde, konnte nun eine einwandfreie Hygiene garantiert werden.

Verantwortlich für die Konsistenz von Softeis ist das besondere Herstellungsverfahren in speziellen Softeis-Maschinen. In der Regel wird dabei ein flüssiger Eis-Mix, der zum Großteil (ca. 75 %) aus Milch besteht, in den Gefrierzylinder der Eismaschine eingefüllt und auf −6 °C abgekühlt. Die im Vergleich zu herkömmlichem Speiseeis (−18 °C) höhere Temperatur ermöglicht den Geschmacksknospen, das Aroma besser wahrzunehmen. Ein Rührwerk im Inneren des Zylinders hält den gekühlten Eis-Mix in ständiger Bewegung. Nur eine dünne Eis-Schicht aus kleinen Eiskristallen, die an der Oberfläche des Gefrierzylinders gefriert, wird von messerscharfen Schabern abgekratzt und gelangt – per Überdruck mit Luft aufgeschäumt – als Softeis in die Waffel.

Eismaschinen für den Privathaushalt gibt es auch in einer Variante, bei der dem Eisgemisch die Wärme durch einen Kühlakku entzogen wird, der zuvor im Eisfach eines Kühl- oder Gefrierschranks vorgekühlt wurde. Der Antrieb erfolgt über eine Kurbel oder einen Elektromotor. Eismaschinen gibt es auch als Zusatzgeräte für Küchenmaschinen wie z. B. KitchenAid. Eisbereiter, die nur das Rühren bewerkstelligen, müssen in den Gefrierschrank gestellt werden.

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